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Über Papier… was bleibt vom Papier-Samstag?

In Würzburg gibt es grob 70 000 Haushalte. Wöchentlich fallen pro Haushalt 500gr Werbung an. In Wochen mit Sonntagsanzeigenblatt mehr, in Wochen ohne weniger. Das macht 35000000gr oder umgerechnet 350 Tonnen Papier.

Wie häufig liest man diese Zeitung? Die Anzeigenblätter vom Sonntag, die Neuigkeiten vom Lieferdienst um die Ecke oder die unglaublichen Möglichkeiten welche man bei der Lottotippgemeinschaft XY hat?

Neulich in der Nähe der Peterskirche
Neulich in der Nähe der Peterskirche

Wenig davon wird wirklich gebraucht, und doch ist es billiger das ganze Papier zu benutzen, als auf andere Art Werbung zu machen. Auf den Punkt, das Werbung generell manipulierend ist, und zu unser Einkaufverhalten massiv beeinflusst soll nicht näher eingegangen werden. Es geht nur um die Papierverschwedung.

Was kann man tun gegen die Werbeflut?

  1. Auf dem Briefkasten einen Aufkleber anbringen „Keine Werbung, Anzeigenblätter oder
    kostenlose Wochenzeitschriften einwerfen!“
  2. In Robinsonliste eintragen.
  3. Beim Meldeamt der Weitergabe der eigenen Daten wiedersprechen.

Mit 1. äußert man die eindeutige Willenserklärung, dass man keine Werbung haben möchte. Landet dennoch Werbung im Briefkasten, handelt es sich nach dem UWG § 7 um eine „Unzumutbare Belästigungen“. Wehren kann man sich, indem man den sender der Werbung anschreibt, und auffordert diese Belästigung zu unterlassen. Kommt die Werbung weiterhin, kann man eine Unterlassungsklage anstrengen, und in dieser Beispielsweise vereinbaren, das pro dennoch eingeworfener Werbung eine Strafzahlung notwendig wird.

Mit 2. trägt man sich in eine Liste ein, mit der seriöse Werbeunternehmen ihre Adresslisten abgleichen. Alle die in der Robinsonliste stehen, drücken damit aus, dass sie keine Werbung erhalten wollen. Woher soll jemand die Adresse haben und schreiben wollen? Da gibt es vielfältige Möglichkeiten. Man hat bei einer Firma etwas bestellt, bei einem Gewinnspiel teilgenommen, oder die eigene Adresse wurde verkauft.

Mit 3. untersagt man den Verkauf von Adressen durch die Gemeinden. Ja, die Gemeinden verkaufen Datensätze ihrer Einwohner, wenn man dem nicht widerspricht. Als Beispiel die Stadt Ulm. 122 801 Einwohner. Dort wurden 2011 19.895 mal Auskunft erteilt, davon 4.000 mal an Privatpersonen und Unternehmen, zu je 9€ pro Datensatz. Dazu gehören Name, Adresse, Geburtsdatum. In den meisten Fällen erfährt derjenige, dessen Datensatz verkauft wurde nicht einmal was davon.
Deshalb gibt es auch den OptOutDay, am 20.September, bei dem Werbung für das Widersprechen gemacht wird.

Zum Schluss – es bedarf 12-24 Bäume um eine Tonne Papier herzustellen. Bei 350 Tonnen Papier sind das im besten Falle 4.200 Bäume in der Woche, 16.800 im Monat und 218.400 Bäume im Jahr.

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Wasser: Information, Diskussion, Aktion

Es ist wieder soweit, Zweiter Samstag!  Es findet daher ein Themen/Vortragsabend im Luftschloss statt!

Wann genau? 11. August 2012 zwischen 14 und 16 Uhr

Bisher angemeldete Themen:

  • Wasserknappheit
    Hier gibts gesammelte Informationen dazu, wie sich die Wasserknappheit denn tatsächlich zeigt
  • Leitungswasser=Trinkwasser?
    Es verbergen sich viele Vorteile darin, Wasser aus dem Hahn zu trinken? Verkalken durch Würzburger Wasser? Wir geben Entwarnung 😉
  • Virtuelles Wasser
    Viel von dem Wasser, welches wir tagtäglich verbrauchen sehen wir nicht. Warum wir es dennoch verbrauchen und welche Ausmaße und Folgen das hat wird hier erläutert

Zusätzlich gibts eine Aktion: Wir testen Würzburger Wasser! Vier unserer Gäste aus unterschiedlichen Stadtteilen erhalten ein Rohrleitungs-Wasser-Test-Kit. Diese werden dann allesamt eingesandt und die Ergebnisse dann veröffentlicht. Wir finden heraus, was in Würzburger Wasser so alles drinnen ist. Mehr Infos dazu gibts natürlich auch beim Vortrag Leitungswasser=Trinkwasser?

DU hast noch eine Idee oder möchtest auch einen kleinen Vortrag halten, eine Diskussionsrunde begleiten oder sonstige Aktionen zum Thema Wasser an diesem Samstag durchführen? Sehr gerne! Mit Anmeldung ist gut (Kontakt), spontan ist aber natürlich auch möglich! Keiner wird abgewiesen, jeder darf sein Thema vorstellen! 😉

Wir freun uns über Kreatives und Informatives!